Demokratie lebt vom Mitmachen – Fest der OMAS GEGEN RECHTS

Wie kann ein Zeichen gesetzt werden für die Stärkung der Demokratie?
Für die Osnabrücker OMAS war die Antwort schnell gefunden:

Ein Fest sollte gefeiert werden, um die wertvollen Rechte von Meinungsfreiheit, Gleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe aller Menschen zu würdigen. Erklärtes Ziel war es, die Demokratie sichtbar zu machen, sie zu stärken, zu pflegen und zu erleben – denn Demokratie lebt vom Mitmachen!

Ein Vorbereitungsteam war schnell gefunden und stürzte sich in die wochenlange Vorarbeit. Was dann am 10. Mai 2026 im wunderschönen Garten des Café Felka aufgeboten wurde, konnte sich sehen lassen.

Den Anfang machte das Musiktheater Lupe mit dem Theaterstück „Wolle und Gack“, welches sich kindgerecht mit den Themen Anderssein und Diskriminierung auseinandersetzte. Hier wurden auch die Erwachsenen bestens unterhalten.
Im Anschluss gab es das Startzeichen für die zahlreichen Mitmachaktionen.
Die Kinder bastelten Friedenstauben und Boote, die auf dem kleinen Teich im Garten schwimmen gelassen und wieder eingefangen werden konnten. Buttons wurden gestaltet, Kunstwerke mit Hilfe von Milchtüten gedruckt, Kartons bemalt oder am Glücksrad gedreht. Hier konnten die Besucher:innen etwas gewinnen, aber auch mit OMAS über Gleichberechtigung, Demokratie oder Klimaschutz ins Gespräch kommen. Für Kinder gab es spezifisch vorbereitete Fragen, die an deren Lebenswelt anknüpften. So entstanden tolle und interessante Gespräche und Diskussionen.
Für die Erwachsenen gab es ebenfalls einiges zu tun. Sie konnten sich informieren an den Infoständen der OMAS, des Bündnisses „Osnabrück-bunt und solidarisch“, der Mitmachkampagne „Den Rechten die Räume nehmen“ oder am Büchertisch der Buchhandlung „Zur Heide“.
Beim Schlendern durch den Garten traf man auf den Künstler Manfred Blieffert mit seinem Druckfahrrad. Dort konnten man sich ein Plakat drucken, das an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten erinnerte, die am 10. Mai 1933 durchgeführt wurde. Derartigem Handeln setzte das Plakat Mut entgehen: „Ihr verbrennt unsere Bücher aber unsere Worte leben und leuchten.“
Eine weitere Mitmachaktion bildete ein Plakat mit der Frage „Was habe ICH in letzter Zeit für die Demokratie getan?“ und einigen Vorschlägen, die die Besucher:innen mit Punkten versehen konnten. Dieses bot die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und gab vielen Menschen das positive Gefühl „ICH kann etwas tun!“. Denn viele demokratische Handlungen beginnen schon im Kleinen: freundlich sein, Verständnis für andere Menschen aufbringen oder sich kritisch zu informieren.
Der „Mund der Wahrheit“ gab Statements frei, die auf die Gefährdung der Demokratie hinwiesen und zum Nachdenken anregten. Erinnerungsfotos zum Mitnehmen gab es unter dem Dach und mit den Bausteinen der Demokratie.

Kurze Wortbeiträge einiger OMAS wiesen auf den Wert von Demokratie und Zusammenhalt hin und stellten das Anliegen des Festes immer wieder in den Vordergrund.
Für die musikalische Unterhaltung zwischendurch war ebenfalls bestens gesorgt. Die Fishergirls Friends, die Peace Town Ramblers und, ganz spontan, OMA Sigrid, sorgten bei strahlendem Sonnenschein für Wohlfühlatmosphäre im Garten des Café Felka.
Stärken konnten Besucher:innen und Mitwirkende sich an Liesbeths Reibekuchenstand oder am Waffelstand und auf der Speisekarte des Cafés waren ebenfalls viele Leckereien zu finden.

Kurz vor dem Ende des Festes wurde es unruhig unter den OMAS. Ein neuer Tanz war einstudiert und sollte nun zur Aufführung kommen. Zu der Melodie des Liedes „Hands up“ wurde ein mitreißender, eigens umgedichteter Text von einem tollen Chor zum Besten gegeben und tatsächlich hat auch die Choreographie prima geklappt.

Was bleibt im Anschluss an dieses Fest im Gedächtnis?
Ja, Vorbereitung und Durchführungen waren anstrengend und ein ganz anderes Kaliber als unsere sonstigen OMA-Aktionen, ABER es hat sich gelohnt!
Es hat sehr viel Spaß gemacht, wir hatten viele positive Begegnungen mit den kleinen und großen Besucher:innen, die uns aufmunternde Worte und das Gefühl des Zusammenhaltes gegeben haben.
Außerdem im Gedächtnis bleibt ein Ohrwurm: „Hands up, baby, hands up – für Vielfalt und für Toleranz, steig ein beim OMA-Tanz!“